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Schweinehaltung am Weg in die Zukunft - Das war der Schweinefachtag 2019

 

Direktor Altrichter konnte beim diesjährigen Schweinefachtag knapp 200 Schweinbäuerinnen und –Bauern begrüßen. Dr. Peter Knapp eröffnete mit seinem Vortrag die Reihe der Referenten.

Er stellte die „Schweinezucht Österreich Neu“, geführt als PIG Austria GmbH, vor. Schlagworte der Präsentation waren unter anderem- „Besserer Service, mehr Eber, schnellerer Zuchterfolg!“

Die Abkürzung „PIG“ bedeutet „Programm für intelligente Genetik.

Die 3 Besamungsstationen bleiben in bewährter Weise die Standorte Hohenwarth (NÖ), Steinhaus (OÖ) und Gleisdorf (STMK). Insgesamt stehen 620 Eber zur Verfügung, die insgesamt 800.000 Spermatuben pro Jahr produzieren. Bei den Zuchtzielen in der Mutterlinie mit 32.000 Zuchttieren liegt das Hauptaugenmerk auf Wurfgrößen mit vitalen und homogenen Ferkeln, das heißt optimale und gleichmäßige Geburtsgewichte zu erzielen. Letzt endlich, erwähnt Knapp, sollen die Sauen und nicht die Tierhalter die Aufzucht übernehmen.

 

Norbert Marcher, vom gleichnamigen Fleischerbetrieb in Villach, der bereits in dritter Generation als Familienbetrieb geführt wird, spricht darüber, wie die Schweinepest in China den Export und die Preise antreibt. Vor dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinpest betrug der Schweinebestand in China ca. 460 Mio. Schweine. Eine Reduktion des Bestandes durch die ASP um rund 40% macht deutlich, dass die Importe und Preise um 50-80% anstiegen. Der Fokus liegt klar auf Schweinefleisch aus „sicheren“ Produktionen zu deutlich höheren Preisen. Weiters erwähnt Marcher, dass rund 18kg pro Schwein in Form von Knochen und Ohren, Schwanz, etc. nach Asien exportiert werden.

 

Dr. Andrea Ladinig spricht als letzten Vortrag am Vormittag über das PRRS- Virus. Entscheidend für Betriebe ist es den Virusneueintrag zu verhindern, aber auch die Viruszirkulation im Bestand so gering wie möglich zu halten. Eintragsquellen sind vor allem der Zukauf von Tieren (z.B. Jungsauen, Eber - Sperma), Transportfahrzeuge und Kleidung. Ladinig spricht auch die Bedeutung der Quarantäne, für mind. 3 Wochen, mit eigener Kleidung und völlig getrennt von den Bestandstieren, an. Der Vortrag schließt mit einem anschaulichen Fallbericht ab, der das Ausmaß des Virus verdeutlicht.

 

Nach dem Mittagessen, auf Einladung der Sponsoren, ging es gut gestärkt, mit einer kurzen Kabaretteinlage von Baumi & Schalki, weiter. Die beiden stellten interessante neue Schweinerassen vor, wie das KameradenSCHWEIN, das MeerSCHWEINchen, das DreckSCHWEIN, das GlückSCHWEIN und viele weitere. J

 

Der Nachmittag widmete sich stark dem Konsumententhema. Hannes Royer von „Land schafft Leben“

geht vor der anschließenden Podiumsdiskussion auf einige sensible Themen, wie die Schlachtung, ein.

Vertreter aus den verschiedenen Branchen diskutierten danach zu Statements und Fragen aus dem Publikum.

 

Den Abschluss der Vortragenden machte Thomas Reisecker, Obmann der Jungen Veredler Oberösterreich. Die Jungen Schweinehalter kommunizieren ausschließlich über WhatsApp und bleiben so stets in Kontakt, geben Erfahrungsberichte weiter und organisieren Veranstaltungen und Exkursionen. Reisecker verweist in seinem Vortrag immer auf die 3 Worte: Lob, Werte und Anerkennung, die einen schönen Abschluss des Mostviertler Schweinefachtages 2019 bildeten.