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Natur verrückt

LFS Gießhübl sorgt für Wildbienennachwuchs

www.wildbienengarten.at

 

Resch Maria, Steiner Johann und Oberleitner Martina waren mit dem Gießhübler Nützlingshotel beim Wildbienenfest im Mostlandhof mit dabei.

Die Nisthilfen wurden zerlegt und gereinigt, die Kokons (Puppen) der Roten und der Gehörnten Mauerbienen wurden vorsichtig mit einer Spatel mit Schaukelbewegungen herausgelöst, gewaschen, mit Kaltluft getrocknet, sortiert und gezählt und in Schachteln zur Überwinterung eingelagert. Diese werden über den Winter gekühlt und im März wieder an die Vereinsmitglieder ausgeteilt und in das Nützlingshotel gegeben. Sobald der Frühling kommt schlüpfen aus den Kokons die jungen Mauerbienen und sammeln Pollen der ersten Frühlingsblüher wie Krokusse, Wildtulpen, Traubenhyazinthen, Narzissen usw. (Übrigens werden Narzissenzwiebeln nicht von Wühlmäusen gefressen und sie halten sich von ihnen fern und so vielleicht auch von den Obstbaumwurzeln). Blaukissen und Polsterphlox werden auch gleich angeflogen und somit bestäubt. Die beiden Mauerbienenarten sind für die Bestäubung des Kern- und Steinobstes sehr bedeutend.

Es kommt im Frühjahr auch zur Paarung der Mauerbienen und das Weibchen legt die befruchteten Eier als erstes in die Röhre rein – jeweils 5 und anschließend werden 5 unbefruchtete Eier abgelegt, aus denen sich die Männchen entwickeln. Es folgt zum Ausgang hin ein Luftloch und dann wird verstopft. Über den Sommer schlüpft aus dem Ei eine Larve, die sich vom Pollen um sie herum ernährt und sich anschließend einspinnt und verpuppt.

Die Kokons der Roten Mauerbiene sind im Schnitt kleiner und dunkler.

Die Kokons der Gehörnten Mauerbiene sind weißpelzig bekleidet und etwas größer.

Generell sind die Kokons der weiblichen Mauerbienen größer als die der männlichen.

Leider gibt es nicht nur Mauerbienenkokons in der Nisthöhlen sondern auch unerwünschte Eindringlinge wie z. B. die weißgelblichen Larven der Roten Taufliege (2-3 mm groß) oder die roten Larven (bis zu 1 cm) des Buntkäfers. Auch können Milben sich auf den Wildbienen festsetzen und so miteingeschleppt werden und dann schaut das aus, als ob sich die Pollen bewegen nach dem öffnen. Dabei sind das lauter Milben. Und da kann sich auch keine Mauerbiene dann entwickeln.

Eine nützliche Biene hat sich bei manchen auch eingenistet gehabt – nämlich die Blattschneiderbiene.

Die einzelnen Bretter der Nisthilfe werden quasi getoastet, damit die Milben abgetötet werden und er für das nächste Jahr wieder sauber ist.