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Natur verrückt

Schülerinnen bei Sozialprojekt „Concordia“ in Rumänien

 

Drei Schülerinnen Sara Kerschbaumsteiner 1 B, Melanie Pallinger 1 B, Diana Mader 3 C reisten mit Frau Ing. Christine Rait. Herr Johann Wurzer, pensionierter Lehrer aus der LFS Pyhra begleitete uns als zweiter Fahrer. Er war während unseres Aufenthaltes auf der „Farm der Kinder“ tätig.

 

Am Montag, dem 29. Mai 2017 in der Früh reisten wir vollbepackt mit allem was wir brauchten ab. Nach einer anstrengenden Fahrt im Schulbus übernachteten wir in Rumänien im Süden der Stadt Deva in einem kleinen Hotel. Am nächsten Tag hatten wir 150 Kilometer zu unserem Ziel die Berufsschule Abraham am Stadtrand von Plojesti, das wir am späten Nachmittag erreichten.

 

Mittwochvormittag ging es dann gleich los. Die Schülerinnen bereiteten für den Kindernachmittag auf der Farm Kronenschablonen, Zauberhüte und Zauberstäbe vor, während ich mit den Mitarbeitern der Berufsschule die Programmpunkte des Aufenthaltes plante. Nachmittags auf der Farm der Kinder hatten wir unsere erste Begegnung mit den Kindern, die auf der Farm wohnen. Wir verständigten uns mit Händen und Füßen. Trotzdem bastelten die Kinder eifrig an ihren Kronen. Mit dabei waren auch Jugendliche aus der Berufsschule Abraham, die zwei weitere Stationen betreuten.

 

Am nächsten Tag, dem 1. Juni war in Rumänien Kindertag, ein Feiertag zu Ehren der Kinder. Alle hatten schulfrei, wir natürlich auch. Deshalb machten wir eine Sightseeingtour nach Bukarest. Vormittags besuchten wir die Altstadt, am Nachmittag machten wir eine Stadtrundfahrt.

 

Der nächste Tag bereitete uns die erste Überraschung. Um acht Uhr war einkaufen angesagt, um zehn Uhr starteten wir mit dem Kochen. Anstatt in der Schulküche mit zwei E-Herden und vier Backrohren bereiteten wir mit zwölf Jugendlichen in einer Wohnküche das Mittagessen zu, ein Buffet für „UZWA´s“ = unter Zwanzigjährige. Der Platz war sehr eng, Meli, Sara und Diana hatten alle Hände und Ohren voll zu tun. Sie kochten mit je zwei bis drei Jugendlichen aus der Berufsschule und erklärten ihnen mit Gesten und in englischer Sprache was zu tun sei. Melissa, die Volontärin und Carmen, Projektassistentin in der Scoala de Meserii, dolmetschten. Mit vereinten Kräften wurde das Mittagessen fertiggekocht, geschmeckt hat es allen. Die Jugendlichen waren sehr stolz auf ihre Leistungen. Am Nachmittag bedruckten wir mit den Jugendlichen Stoffe mit Siebdruck.

 

Samstagvormittags verbrachten wir auf der Farm. Wir sammelten Holunderblüten, Lindenblüten und Rosenblüten von Duftrosen für Sirup.

 

Den Pfingstsonntag wollten wir für einen Ausflug nach Sinaia nutzen doch auch in Rumänien gab es Pfingstreiseverkehr und wir standen im Stau. Schließlich drehten wir um und entschieden uns für einen Ausflug nach Plojesti. Ob der Bus am Busparkplatz wirklich von Rumänien nach Hollabrunn fuhr, wussten wir nicht.

 

Den freien Pfingstmontag nutzen wir zur Vorbereitung für die Aktivitäten der nächsten Woche. Am Abend waren wir bei der Farm am Fluss um Steine zu sammeln. Dabei genossen wir die Abendstimmung.

 

Am Dienstagvormittag stand Gartenarbeit am Plan. Wir topften Zimmerpflanzen, schnitten Stecklinge und gestalteten Übertöpfe mit Zement und Flusssteinen. Die Jugendlichen der Berufsschule wurden selbst tätig, die Bohrmaschine war ein begehrtes Werkzeug.

 

Die Blüten und Duftkräuter des Gartens und der Farm verarbeiteten wir am Nachmittag. Wir setzten Sirup an und kreierten Eisteevariationen. Es entstanden Lavendel-, Rosenblüten-, Lindenblüten-, Salbei- und Thymiansirup. Wir verkosteten einen Teil davon beim Abendessen.

 

Abends waren die drei Mädels oft gefordert. Sie übersetzten die Rezeptzutaten per Internet in die rumänische Sprache, damit sie mit ihren Berufsschulkollegen besser verständigen konnten. Manchmal kam es da auch zu lustigen Missverständnissen.

 

Eine sehr schöne Aufgabe war es, am Mittwoch den Jugendraum im Keller mitzugestalten. Zuerst räumten wir eine Unmenge an Möbel aus dem Raum. Dann ging´s ans Motiv auswählen für den Musikbereich. Es entstand ein tolles Wandbild. Eingeräumt lud die Musikecke ein, auszuprobieren. Wir versuchten uns am Schlagzeug.

 

Nun hieß es langsam Abschied nehmen. Donnerstag nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen, denn der Nachmittag und Abend würden arbeitsreich werden. Wir wollten unser Abschiedsessen kochen. Dazu fuhren wir am Vormittag noch einkaufen. Die Rezepte und die Einkaufsliste waren übersetzt, mit Hilfe fanden wir alle Lebensmittel. Nach dem Mittagessen, für uns wurde das Menü jeden Tag in deutscher Sprache geschrieben, ging es los.

 

Drei österreichische Köchinnen und drei rumänische Köche unterstützt von Melissa die dolmetschte, kochten wir Rindsuppe mit Frittaten, Käseobersschnitzel mit Petersilerdäpfel, Rahmgurkensalat und auf Wunsch Erdäpfelsalat. Als Nachspeise gab es eine Komposition von Kaiserschmarrn, Minzeblätter und Holunderblüten in Backteig mit Apfelmus und Vanilleeis. Dazu reichten wir als Aperitif Eisteevariationen und zum Essen verschiedene Sirupe. Es schmeckte allen hervorragend. Der Nachteil der rumänischen Schulküche war, es gab keinen Geschirrspüler, das hieß, Koch- und Essgeschirr für 25 Personen musste mit der Hand gewaschen und abgetrocknet werden. Der Abend dauerte lang, aber um halb neun waren alle glücklich und zufrieden, dass die Küche wieder aufgeräumt war.

 

Nun ging´s flugs ins Bett, wir reisten am nächsten Tag um sieben Uhr ab, übernachteten in Kecskemét in Ungarn, wo wir beim abendlichen Stadtbummel noch ein Musikfestival erlebten. Am nächsten Tag am frühen Nachmittag waren wir wieder zu Hause.