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Mostropolis
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Natur verrückt

Erhaltung aber auch die Auspflanzung noch nicht typischer Obstarten bei uns in der Region steht am Mostviertler Bildungshof an vorderer Stelle.

Bereits vor Jahren wurde der Sortenerhaltungsgarten mit ca. 110 unterschiedlichen Streuobstsorten ausgepflanzt. Ziel des Projektes "Sortengarten Mostviertel" ist es je 2 Bäume von regionalen Sorten durch Kronenveredelung zu sammeln und je 8 Bäume kastriert und verträglich erhaltungsgesichert im Mostviertel zu erhalten. Es handelt sich dabei vor allem um Mostbirnen, Mostäpfel, kleinfrüchtige Speisebirnen, Speisebirnen sowie Speiseäpfel aus der Region. Bei der Auflage des SEG wurde darauf geachtet, dass eine zufriedenstellende mechanisierte Grünlandbewirtschaftung möglich ist. (exakter Reihenabstand, ~9 m kreuz und quer.) Durch entsprechenden Schnitt ist es möglich, die Austriebe als Edelreiser zu gewinnen.

Neben der Sortenerhaltung wurde eine Spindelanlage mit unterschiedlichen resistenten Apfelsorten gepflanzt. Resisdent bedeutet, dass Krankheiten wie z.B. Mehltau und/oder Schorf diesen Sorten nichts anhaben kann. Das so produzierte Obst wird hauptsächlich für die Saftproduktion und ebenso als Speiseobst verwendet.

Der Mostviertler Bildungshof hat sich in der 2004 errichteten Mostbirnanlage in Öhling beteiligt. Hier finden wir 28 Reihen unterschiedlicher regionaler Mostbirnsorten, die auf schwachswüchsigen Unterlagen gezogen sind. Jede Reihe wurde Sortenrein gesetzt, um entsprechende Mengen für die sortenreine Most- und Edelbrandproduktion zu erhalten.

 

Die zahlreichen Kernobstflächen wurden in den letzten Jahren durch optimale Pflege gut erhalten. In einem Bereich, dem Obstgarten entlang der Straße von Amstetten Richtung Euratsfeld, wurden die alten und im Ertrag abnehmenden Sorten nach und nach durch unterschiedliche Nussarten, Steinobstarten und Holunder ersetzt.

Bei den Nüssen wurden Haselnüsse der Sorten Hallesche Riesennuss, Rote Zeller Nuss und Webbs Preisnuss gepflanzt.

Bei den Walnüssen fiel die Sortenwahl auf Apollo, Jupiter, Lake.

Seit dem Jahr 2018 finden sich neben diesen typischen Nüssen auch Mandel in der Anlage. Dabei fiel die Sortenwahl auf Mandelkönigin, Palatina, Lauranne, Samantha und Chorvat. Bei allen handelt es sich um Sorten, deren Schale relativ weich ist und sich so gut öffnen lassen sollte. Bereits im ersten Standjahr kann ein Fruchtbehang an den Bäumen festgestellt werden.

Ebenfalls wurden unterschiedliche Maronisorten wie Marlene, Martina oder Marietta gepflanzt.

Abgerundet wird die Anlage mit Marillen der Sorte Ungarische Beste, diversen Kriecherl-, Zwetschkenbäumen und Dirndlsträuchern. Bei Kirschen wurden die Sorten Regina, Satin und Kordia ausgesetzt. Holunder der österreichischen Züchtung Haschberg sowie einige Vogelbeerbäume und Jostabeeren ergänzen die Anlage.

Unterschiedliche Sorten sind im Obstbau oft deshalb notwendig, da viele unserer Obstarten und -sorten selbstunfruchtbar sind und einen geeigneten Pollenspender benötigen. Ist dieser in unmittelbarer Nähe, gewährleistet das eine bessere Befruchtung und somit besseren Ertrag der einzelnen Pflanzen.

 

In den angefügten Fotos kann die Entwicklung des einstigen Apfelgarten bis zur Auspflanzung der Maroni im Jahr 2017 nachverfolgt werden.